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Männliche und weibliche Uferschnepfen (Limosa limosa bohaii) zeigen während der Frühjahrsquartiere in China Unterschiede in der Habitatnutzung und im Tagesrhythmus.

Veröffentlichungen

von Bing-Run Zhu, Mo A. Verhoeven, Taylor B. Craft, Lisa Sanchez-Aguilar, Weipan Lei, Zhengwang Zhang und Theunis Piersma

Männliche und weibliche Uferschnepfen (Limosa limosa bohaii) zeigen während der Frühjahrsquartiere in China Unterschiede in der Habitatnutzung und im Tagesrhythmus.

von Bing-Run Zhu, Mo A. Verhoeven, Taylor B. Craft, Lisa Sanchez-Aguilar, Weipan Lei, Zhengwang Zhang und Theunis Piersma

Zeitschrift für Ornithologie
Art: Limosa limosa bohaii

 

Abstrakt

Der Geschlechtsdimorphismus in der Körpergröße von Watvögeln ist typischerweise mit der Fortpflanzung verbunden, doch solche Unterschiede können auch im weiteren Jahresverlauf ökologische Unterschiede bedingen. Wir untersuchten, ob sich die kleineren Männchen und größeren Weibchen der Bohai-Uferschnepfen (Limosa limosa bohaii) in ihrer Habitatnutzung und ihrem rhythmischen Verhalten während der Nahrungsaufnahme in Küstennähe Chinas auf ihrem Zug nach Norden unterscheiden. Visuelle Beobachtungen bestätigten, dass die Männchen im Untersuchungsgebiet der Bohai-Bucht Nahrung aufnahmen. Mithilfe von GPS-Telemetrie stellten wir fest, dass sich die Männchen vorwiegend auf küstennahen Wattflächen und in den angrenzenden Salinen aufhielten, während die Weibchen ein breiteres Spektrum an Habitaten nutzten, darunter Süßwasser- und Salzwasser-Feuchtgebiete im Landesinneren. Ende April und Anfang Mai verlagerten die Weibchen zunehmend diese Binnenhabitate. Beschleunigungsmessungen zeigten, dass sowohl Männchen als auch Weibchen auf den Wattflächen um die Hochwasserzeit die höchste Bewegungsintensität aufwiesen. Wir interpretieren dies als Ausdruck ihrer Unruhe in den Stunden, in denen sie in kleinen Küstenbereichen nahe intensiver menschlicher Aktivitäten zusammengedrängt waren. In nicht-küstennahen Lebensräumen zeigten beide Geschlechter ähnliche und ausgeprägte Tagesrhythmen, wobei die Bewegungsintensität in den späten Nachtstunden vor Sonnenaufgang abnahm. Die Bewegungsintensität in Binnenlandhabitaten war doppelt so hoch wie im Watt, was wahrscheinlich auf die hohe Nahrungssuche zurückzuführen ist, die aufgrund der relativ kleinen Arthropodenbeute in Reisfeldern (Chironomidenlarven) und Salinen (Salinenfliegenlarven) im Vergleich zu den größeren Polychaetenbeutetieren im Watt erforderlich ist.

Die Veröffentlichung ist verfügbar unter:

https://doi.org/10.1007/s10336-025-02355-4