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Maßstab und Landschaftsmerkmale sind wichtig für das Verständnis der Lebensraumwahl von Wasservögeln.

Veröffentlichungen

von Jinya Li, Yang Zhang, Lina Zhao, Wanquan Deng, Fawen Qian und Keming Ma

Maßstab und Landschaftsmerkmale sind wichtig für das Verständnis der Lebensraumwahl von Wasservögeln.

von Jinya Li, Yang Zhang, Lina Zhao, Wanquan Deng, Fawen Qian und Keming Ma

Arten (Vögel):Orientalische Weißstörche (Ciconia boyciana)

Zeitschrift:Fernerkundung

Abstrakt:

Die Aufklärung der Wechselwirkungen zwischen Arten und Umwelt ist entscheidend für die Entwicklung effizienter Schutz- und Wiederherstellungsstrategien. Diese Arbeit wird jedoch häufig durch einen Mangel an detaillierten Informationen zur Verbreitung der Arten und zu Habitatmerkmalen erschwert und vernachlässigt tendenziell den Einfluss von Maßstab und Landschaftsmerkmalen. In dieser Studie verfolgten wir elf Weißstörche (Ciconia boyciana) während ihrer Überwinterung am Poyang-See mithilfe von GPS-Loggern und teilten die Tracking-Daten anhand der Aktivitätsverteilung im Tagesverlauf in zwei Abschnitte (Nahrungssuche und Ruhen) ein. Anschließend wurde ein dreistufiger, multiskaliger und multivariabler Ansatz zur Modellierung der Habitatwahlmerkmale angewendet: (1) Zunächst minimierten wir den Suchbereich des Maßstabs für diese beiden Zustände basierend auf den täglichen Bewegungsmustern; (2) zweitens ermittelten wir den optimalen Maßstab jeder Kandidatenvariablen; und (3) drittens passten wir ein multiskaliges, multivariates Habitatwahlmodell in Bezug auf natürliche Merkmale, menschliche Störungen und insbesondere die Zusammensetzung und Konfiguration der Landschaft an. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Habitatwahl der Störche mit der räumlichen Skala variiert und dass diese Skalierungsbeziehungen nicht einheitlich für verschiedene Habitatansprüche (Nahrungssuche oder Schlafplatz) und Umweltmerkmale sind. Die Landschaftskonfiguration erwies sich als aussagekräftigerer Prädiktor für die Wahl des Nahrungshabitats, während die Wahl des Schlafplatzes stärker von der Landschaftszusammensetzung abhing. Die Integration hochpräziser raumzeitlicher Satellitenortungsdaten und aus Satellitenbildern abgeleiteter Landschaftsmerkmale in ein multiskaliges Habitatwahlmodell kann das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Arten und Umwelt erheblich verbessern und eine effiziente Planung und Gesetzgebung zur Bestandserholung ermöglichen.

Die Veröffentlichung ist verfügbar unter:

https://doi.org/10.3390/rs13214397