Zeitschrift:PeerJ, 6, S. e5320.
Arten (Vögel):Schopfibis (Nipponia nippon)
Abstrakt:
GPS-Tracking wird in den letzten Jahrzehnten zunehmend für Wildtierstudien eingesetzt, seine Leistungsfähigkeit wurde jedoch noch nicht vollständig untersucht, insbesondere bei neu entwickelten, leichten Sendern. Wir untersuchten die Leistung von acht in China entwickelten GPS-Sendern, indem wir sie an Schopfibis (Nipponia nippon) in zwei nach natürlichen Lebensräumen gestalteten Akklimatisierungskäfigen anbrachten. Wir berechneten den Abstand zwischen den GPS-Positionen und dem Schwerpunkt der Käfige als Positionsfehler und verwendeten das 95. Perzentil (95%-Fehler) zur Bestimmung der Genauigkeit. Die Positionsgenauigkeit lag im Durchschnitt bei 92,0 % und damit deutlich höher als in früheren Studien. Die Positionen waren nicht gleichmäßig auf die Standortklassen (LC) verteilt; die Standorte der LC-Klassen A und B machten 88,7 % aus. Der beobachtete Positionsfehler von 95 % an den Standorten LC A (9–39 m) und B (11–41 m) war recht genau, während an den Standorten LC C und D bis zu 6,9–8,8 % ungenaue Positionen mit Positionsfehlern von über 100 m oder sogar über 1000 m festgestellt wurden. Positionsgenauigkeit und -erfolg variierten zwischen den Teststandorten, vermutlich aufgrund der unterschiedlichen Vegetationsstruktur. Daher argumentieren wir, dass die getesteten Sender zwar einen großen Anteil hochwertiger Daten für detaillierte Untersuchungen liefern könnten, jedoch auch eine Reihe ungenauer Positionen, die einer Überprüfung bedürfen. Wir schlagen vor, anstelle des LC die horizontale Präzisionsverdünnung (HPOD) oder die positionelle Präzisionsverdünnung (PDOP) als Maß für die Positionsgenauigkeit jedes Standorts anzugeben, um unplausible Standorte zu identifizieren und auszusortieren.
Die Veröffentlichung ist verfügbar unter:
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